Sexueller Missbrauch

Seit Ende Januar 2010 wird durch die bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs am Canisius-Kolleg in Berlin eine öffentliche Debatte zu diesem Thema geführt. Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) ist Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Lesen Sie auf dieser Themenseite mehr zu den relevanten Aspekten.

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Downloads & Infos
  • Maßnahmenkatalog zur Aufarbeitung
    der Fälle sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen nach der Veröffentlichung der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“
    Stand: 24. April 2019
  • Zentrale Maßnahmen der katholischen Kirche in Deutschland
    im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im kirchlichen Bereich von Januar 2010 bis Februar 2019

Studientag zum Thema „Die Frage nach der Zäsur – zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“ bei der Frühjahrs-Vollversammlung in Lingen

Ein Schwerpunkt der Beratungen der Frühjahrs-Vollversammlung in Lingen ist der Studientag „Die Frage nach der Zäsur – zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“, bei dem die deutschen Bischöfe über Konsequenzen aus der MHG-Studie („Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“) sprechen.
Pressemitteilung vom 13. März 2019

Pressegespräch „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention – Informationen zum aktuellen Stand“ in Lingen

Während der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen wurde in einem Pressegespräch am Mittwoch (13. März 2019) über den Stand der Beratungen der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Aufarbeitung und Prävention“ berichtet. Ein Schwerpunkt dieser Beratungen war der Studientag „Die Frage nach der Zäsur – zu übergreifenden Fragen, die sich gegenwärtig stellen“, an dem die deutschen Bischöfe über Konsequenzen aus der MHG-Studie ( „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“) gesprochen haben.
Pressemitteilung vom 13. März 2019

Sonderkonferenz „Treffen zum Schutz Minderjähriger in der Kirche“ im Vatikan

Angesichts der zahlreichen Fälle sexuellen Missbrauchs in vielen Ländern der Welt hat Papst Franziskus zu einer – erstmaligen – Sonderkonferenz „Treffen zum Schutz Minderjähriger in der Kirche“ aller Vorsitzenden der nationalen Bischofskonferenzen weltweit in den Vatikan eingeladen. Sie fand vom 21. bis 24. Februar 2019 statt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat daran teilgenommen und die Erfahrungen der Kirche in Deutschland eingebracht.

Gipfel zum Schutz Minderjähriger im Vatikan
  • Internetseite des Vatikan
    Mehr Informationen sowie Ansprachen und Dokumente vom Gipfel zum Schutz Minderjähriger im Vatikan
  • Papst Franziskus – Rede zum Abschluss
    Rede in der Eucharistiefeier am 24. Februar 2019 zum Abschluss der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan vom 21. – 24. Februar 2019
  • Kardinal Marx – Erklärung zum Abschluss
    Gemeinsamer, ehrlicher und realistischer Blick – und ein Auftrag
    Erklärung zum Abschluss der Internationalen Kinderschutz-Konferenz im Vatikan
  • Bischof Stephan Ackermann – Erklärung zum Abschluss
    Statement von Bischof Stephan Ackermann, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, zum Abschluss der Kinderschutz-Konferenz im Vatikan am 24. Februar 2019
  • Kardinal Reinhard Marx – Vortrag Deutsch
    Transparenz als Gemeinschaft der Gläubigen – Vortrag am 23. Februar 2019 bei der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan (Deutsch)
  • Kardinal Reinhard Marx – Vortrag Englisch
    Transparency as a Community of Believers – Vortrag am 23. Februar 2019 bei der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan (Englisch)
  • Kardinal Reinhard Marx – Vortrag Italienisch
    Trasparenza come comunità di credenti – Vortrag am 23. Februar 2019 bei der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan (Italienisch)
  • Kardinal Reinhard Marx – Vortrag Französisch
    La transparence comme communauté de croyants – Vortrag am 23. Februar 2019 bei der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan (Französisch)
  • Kardinal Reinhard Marx – Vortrag Spanisch
    Transparencia como comunidad de creyentes – Vortrag am 23. Februar 2019 bei der Kinderschutz-Konferenz „Der Schutz von Minderjährigen in der Kirche“ im Vatikan (Spanisch)
  • Video-Statements
    Verschiedene Bischöfe und Kardinäle haben sich in Kurzvideos zum Kinderschutzgipfel im Vatikan geäußert, darunter auch Kardinal Marx, der die Kirche in Deutschland in Rom vertreten hat.
  • Kardinal Marx
    Missbrauch weltweit überwinden – zum Auftakt des Gipfels

Ständiger Rat der Deutschen Bischofskonferenz - Beratungen zu den Themen sexueller Missbrauch an Minderjährigen und spezifische Herausforderungen für die Kirche fortgesetzt

Der Ständige Rat hat sich auf seiner Sitzung (29./30. Januar 2019) in Kontinuität zu den Beratungen der Bischofskonferenz im September und November 2018 mit dem weiteren Umgang mit den Konsequenzen aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) befasst.
Pressemitteilung vom 30. Januar 2019

Ständiger Rat berät weiteres Vorgehen zu den Ergebnissen der MHG-Studie

Der Ständige Rat hat sich auf seiner Sitzung (20. November 2018) mit den Konsequenzen aus der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) befasst und das weitere Vorgehen zur Abschlusserklärung der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz erörtert.
Pressemitteilung vom 20. November 2018

Erklärung der deutschen Bischöfe

Folgende Erklärung der deutschen Bischöfe zu den Ergebnissen der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ wurde anlässlich der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 27. September 2018 in Fulda veröffentlicht.

Downloads & Infos
  • Erklärung der deutschen Bischöfe
    zu den Ergebnissen der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“
  • Statement of the German Bishops
    on the results of the study “Sexual abuse of minors by Catholic priests, deacons and male members of orders in the domain of the German Bishops’ Conference”
  • Dichiarazione dei vescovi tedeschi
    sui risultati dello studio ”Abuso sessuale su minori perpetrato da parte di sacerdoti, diaconi e maschi appartenenti a ordini religiosi cattolici operanti nel settore di competenza della Conferenza episcopale tedesca”

MHG-Studie

Bei einer Pressekonferenz während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda am 25. September 2018 um 13.15 Uhr wurde die aktuelle MHG-Studie vorgestellt. In der Kurzform „MHG-Studie“ ist sie benannt nach den Orten der Universitäten des Forschungskonsortiums – M(annheim)-H(eidelberg)-G(ießen) – und trägt den Titel „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“.

Ausführliche Informationen und Statements von Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, sowie dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, beteiligten Wissenschaftlern und Mitgliedern des Projektbeirats  finden Sie hier:

Bischof Stephan Ackermann über die MHG-Studie und ihre Auswirkungen
Topic page in English

Since the end of January 2010, a public debate on the subject of sexual abuse has been taking place in Germany. The most recent MHG study will be presented at a press conference on 25 September 2018.

Bischöfliche Arbeitsgruppe für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes

Im November 2015 hat der Ständige Rat die Bischöfliche Arbeitsgruppe für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes eingerichtet. Sie unterstützt seitdem den Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, in seiner Aufgabe, in Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich tätig zu werden. Darüber hinaus trägt die Arbeitsgruppe dazu bei, auf der Ebene der Bischöfe ein verlässliches und klares Eintreten für den Schutz von Kindern und Jugendlichen fest zu verankern.

Quelle: Auszug aus dem Pressebericht der Frühjahrs-Vollversammlung vom 9. März 2017

Der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann

Video: „Es darf keinen Schlussstrich geben“ - Bischof Ackermann zu fünf Jahren Missbrauchsdebatte

Verlängerung des Ergänzenden Hilfesystems bis zum Inkrafttreten des neuen Sozialen Entschädigungsrechts

Die katholische Kirche in Deutschland beteiligt sich weiterhin an dem Hilfesystem für Betroffene sexuellen Missbrauchs, durch das dessen heute noch existierende Folgen gemildert werden sollen. Die am 31. August 2016 auslaufende Antragsfrist zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS) wurde mit Wirkung vom 1. September 2016 bis zum Inkrafttreten des neuen Sozialen Entschädigungsrechts, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2019 verlängert. Neben der Beteiligung am EHS existiert auch weiterhin das im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz seit 2011 eingerichtete Verfahren, mit dem Opfer sexuellen Missbrauchs Anträge auf Leistungen in Anerkennung ihres Leids stellen können. Bisher wurden mehr als 1.750 Anträge bearbeitet.

Deutsche Bischofskonferenz verlängert die Antragsfrist zum Ergänzenden Hilfesystem (EHS)

Die Deutsche Bischofskonferenz wird sich voraussichtlich bis zur Novellierung des Opferentschädigungsgesetzes (OEG) am Ergänzenden Hilfesystem (EHS) für Betroffene sexuellen Missbrauchs beteiligen und verlängert damit die in der Vereinbarung zum EHS benannte Antragsfrist, die mit dem 31. August 2016 geendet hätte. Anträge können nun weiterhin über die Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch gestellt werden.

Mehr lesen: „Runder Tisch und ergänzendes Hilfesystem“

Deutsche Bischofskonferenz bestätigt Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

Kinder und Jugendliche müssen effizient und umfassend vor sexualisierter Gewalt geschützt werden. Die katholische Kirche in Deutschland und alle ihr zugehörigen Einrichtungen sollen ein sicherer Ort für die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft sein. Dieses Ziel verfolgt die neue Vereinbarung, die am 28. Januar 2016 zwischen dem Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), und Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung (UBSKM), geschlossen wurde.

Mehr lesen:

Bischof Dr. Stephan Ackermann zieht Zwischenbilanz

„Sexueller Missbrauch an Minderjährigen: Kirche in intensivem Lern- und Entwicklungsprozess“

Anlässlich der Aufdeckung von Fällen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen in der katholischen Kirche vor fünf Jahren gibt der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stephan Ackermann eine Erklärung ab.
Zur Pressemitteilung vom 22.01.2015

Die zentralen Maßnahmen der deutschen katholischen Kirche im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch an Minderjährigen im kirchlichen Bereich seit Januar 2010 finden Sie hier als pdf-Datei.
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Interview mit Bischof Ackermann, fünf Jahre nach Beginn der Missbrauchsdebatte

„Einen Schlussstrich kann und darf es nicht geben“

Von Gottfried Bohl (KNA)

Genau fünf Jahre ist es her, als Ende Januar 2010 der Jesuitenpater und damalige Rektor des Berliner Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, in einem Brief Fälle sexuellen Missbrauchs an seiner Schule öffentlich machte. Damit löste er eine riesige Missbrauchsdebatte aus – nicht nur auf die Kirche(n) beschränkt – und die katholische Kirche in Deutschland stürzte in eine beispiellose Vertrauenskrise. Doch die Bischöfe sind nicht in Schockstarre verfallen, sondern haben gehandelt, betont der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Trier. (...)
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„Bericht zum Verfahren zu den materiellen Leistungen und zu der Arbeit der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKS)“

Im Juni 2012 hat der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich, Bischof Dr. Stephan Ackermann, zusammen mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung, Herrn Johannes-Wilhelm Rörig, eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der er zusagt, für die Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ zu werben und sich für einen verbesserten Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt in ihren kirchlichen Strukturen einzusetzen.

Gemäß Vereinbarung wurde dieser Bericht dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung am 10. Oktober 2012 übermittelt.

„Bericht zum Verfahren zu den materiellen Leistungen und zu der Arbeit der Zentralen Koordinierungsstelle (ZKS)“
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Bischof Ackermann wird Sonderbeauftragter

Bischof Dr. Stephan Ackermann kündigt Aufklärung und Überprüfung an

Pressemitteilung des Bistums Trier vom 25.02.2010
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