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Ansprache von Erzbischof Zollitsch zum Empfang vor Vertretern von Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Sonntag, 27. November 2011

Ansprache von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zum Empfang des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vor Vertretern von Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am 27. November 2011 in São Paulo:

 

Eminenzen, sehr verehrter Herr Kardinal Scherer, sehr verehrter Herr Kardinal Hummes,
sehr verehrte Exzellenzen, liebe Mitbrüder,
sehr geehrter Herr Gouverneur Dr. Alckmin, sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Kassab,
sehr geehrte Stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Dr. Marco Antônio,
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

es ist mir eine große Freude und Ehre, Sie zu diesem Empfang willkommen zu heißen.

Das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat begeht in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Aus diesem Anlass haben wir heute Morgen mit Kardinal Scherer die diesjährige Aktion in einem Armenviertel von São Paulo eröffnet. In der Favela Cachoeirinha leben zurzeit rund 70.000 Menschen. Es gibt bisher keine Kirche in diesem ständig weiter wachsenden Viertel. Deshalb fand der Eröffnungsgottesdienst auf einem provisorischen Fußballplatz statt. Mit der Wahl dieses Ortes wollten wir im Jubiläumsjahr von Adveniat ganz bewusst ein Zeichen setzen: Wir wollten diesen Gottesdienst dort feiern, wo Adveniat hilft, nämlich bei den Armen.
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Gottesdienst mit 45.000 Gläubigen

Samstag, 26. November 2011

Den Abschluss des CELAM-Kongresses bildete heute Morgen eine eindrucksvolle Eucharistiefeier im Heiligtum von Aparecida. Der gigantische Kirchenbau war bis auf den letzten Platz gefüllt – mindestens 45.000 Gläubige waren anwesend, um mit frohem Gesang und brasilianischem Temperament die Muttergottes von Aparecida willkommen zu heißen. Der lichtdurchflutete Raum konzentriert sich in der Mitte auf den Altar: Die Kirche ist als griechisches Kreuz angelegt, Langhaus und Querhaus haben identische Ausmaße, der Altarraum wird von einer dem Petersdom in Rom nachempfundenen Kuppel überwölbt.

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Erzbischof Zollitsch zum Abschluss des CELAM-Kongresses in Aparecida

Samstag, 26. November 2011

„Vom Glaubenszeugnis der Kirche Lateinamerikas lernen“

Während seiner Brasilien-Reise hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, heute an die Solidarität zwischen der Kirche in Deutschland und der Kirche in Lateinamerika erinnert. Die bischöfliche Aktion Adveniat, die an diesem ersten Adventswochenende ihre Auftaktveranstaltung begeht, sei Ausdruck dieser Solidarität: „Die Kirche und die Menschen in Lateinamerika gehen uns sehr viel an, im Kontext der Globalisierung mehr denn je. Die weltkirchliche Verbundenheit ist keine Einbahnstraße. So ist Adveniat als unser Lateinamerika-Hilfswerk eine Brücke zwischen den Kontinenten, über die ein lebendiger Austausch geschieht.“ Erzbischof Zollitsch sprach zum Abschluss des Kongresses des Lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM. Dieser hatte anlässlich des 50 jährigen Bestehens von Adveniat zu einer Debatte über das Abschlussdokument der CELAM-Generalversammlung aus dem Jahre 2007 eingeladen. In Lateinamerika und Deutschland gäbe es kirchliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse, die zu neuen Herausforderungen in der Pastoral führten: „In Lateinamerika stellen wir allgemein einen Aufbruch der Kirche fest, sich stärker vor Ort zu verankern. Dabei helfen kleinere Organisationsformen der Kirche, näher bei den Menschen zu sein. In Deutschland versuchen wir, über die Ortsgemeinde hinaus in größeren Räumen zu denken und dabei die Gemeinde vor Ort durch weitere Entwicklung des Ehrenamtes zu stärken“, so Zollitsch.

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Thesen von Erzbischof Zollitsch zum Abschluss des Kongresses in Aparecida

Samstag, 26. November 2011

Thesen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, zum Abschluss des Kongresses „Die missionarische Kirche in Lateinamerika heute: Dein Reich komme.“ am 26. November 2011 in Aparecida:

1.    Wir erleben in Lateinamerika wie in Deutschland kirchliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse, die uns vor neue Herausforderungen in der Pastoral stellen. Gemeinsam suchen wir Wege, um diesen Herausforderungen zu begegnen. In Lateinamerika stellen wir allgemein einen Aufbruch der Kirche fest, sich stärker vor Ort zu verankern. Dabei helfen kleinere Organisationsformen der Kirche, näher bei den Menschen zu sein. In Deutschland versuchen wir, über die Ortsgemeinde hinaus in größeren Räumen zu denken und dabei die Gemeinde vor Ort durch weitere Entwicklung des Ehrenamtes zu stärken.

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Pressekonferenz in Aparecida

Freitag, 25. November 2011

Während des CELAM-Kongresses hat heute Mittag eine Pressekonferenz stattgefunden. Mir war wichtig, die enge Verbindung der Kirche in Deutschland zur Kirche Lateinamerikas darzustellen. Vor den Journalisten habe ich gesagt: “Das Reicht Gottes wächst in der Gemeinschaft der Gläubigen. Wir erleben in diesen Tagen in Aparecida eine weltkirchliche Gemeinschaft, die verdeutlicht, wie eng die Verbindung zwischen Lateinamerika und Deutschland ist. Adveniat ist dabei eine der wichtigsten Brücken des Austausches zwischen unseren beiden Kontinenten. Aus dieser Verbundenheit heraus haben sich viele weitere Kontakte und Partnerschaften zwischen unseren Ortskirchen ergeben.”

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Aparecida – fünf Jahre nach der Generalversammlung

Donnerstag, 24. November 2011

Heute abend hat in Aparecida einer der Schwerpunkte meiner Reise begonnen: Der vom Lateinamerikanischen Bischofsrat CELAM in Zusammenarbeit mit Adveniat veranstaltete Kongress unter dem Leitwort “Die missionarische Kirche in Lateinamerika heute: Dein Reich komme”. Bis Samstag werden Bischöfe, Theologen und Laien über die Früchte jener lateinamerikanischen Bischofsversammlung von vor knapp fünf Jahren diskutieren, die so etwas wie die pastorale Grundlinie für die Kirche Lateinamerikas wurde.

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